Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.

Die BG Lintfort musste in Ibbenbüren erneut auf viele Akteure verzichten ersatzgeschwächt an. Am Ende fehlte einfach die Kraft, um den Hausherren weiter Paroli zu bieten. Auch die zweite Herrenmannschaft und die Damen verlieren, beide aber nur knapp.

Für die Basketballer des Regionalligisten BG Lintfort war die Fahrt nach Ibbenbüren nicht erfolgreich. Bei den AOK Ballers verlor das Team von Trainer Tobias Liebke zwar mit 54:74 (25:36), doch der Coach war am Ende mit der Leistung seines Teams nicht unzufrieden: „Wir haben wirklich alles gegeben. Meine Jungs haben toll gekämpft. Doch am Ende fehlte dann doch ein wenig die Luft.“

Ohne Achtermeier und Schmak - letztlich auch ohne Chance

Das kam aber daher, dass die Lintforter personell arg gebeutelt in Ibbenbüren antreten mussten. „So Spieler wie Till Achtermeier oder Michael Schmak kannst du nicht so leicht ersetzen“, musste Liebke am Samstagabend auf eine Reihe von Akteuren verzichten. „Dadurch hatte ich natürlich, je länger die Partie dauerte, kaum noch Möglichkeiten, taktisch etwas zu verändern. Gewechselt haben wir natürlich danach, wieviel Kraft der jeweilige Spieler noch hatte.“

Und die ging in der Schlussphase jedoch verloren. Doch die Lintforter kamen zunächst sehr gut ins Spiel. Besonders in den ersten zehn Minuten lief es bestens und die BGL führte sogar mit 19:16. Doch schon im zweiten Viertel der Begegnung wurde Ibbenbüren immer stärker, drängten die Lintforter immer wieder ab und drehten die Partie bis zur Pause in eine 36:25-Halbzeitführung um.

Im zweiten Durchgang bauten die „Ballers“ dann ihre Führung kontinuierlich aus, so dass sie am Ende mit 20 Punkten Vorsprung die Partie gewannen. Die Kräfte reichten bei den Lintforter einfach nicht mehr, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

„74 Gegenpunkte sind okay, aber nur 54 erzielte Körbe sind natürlich zu wenig, um ein solches Spiel zu gewinnen“, so Liebke abschließend. „Ich glaube, wenn wir mit unserem kompletten Kader hätten antreten können, wäre vielleicht sogar ein Sieg für uns möglich gewesen.“

Punkte: Boner 12, Krüger 10, Mellmann 10, Wittich 8, Schwich 6, Thomas Achtermeier 4, Middeldorf 2, Nowik 2


"Zweite" vergibt Sieg im Schlussabschnitt, Damen unterliegen erneut nur knapp

Die zweite Herrenmannschaft verspielte im Schlussviertel einen möglichen Sieg beim TuS Hilden. Die Mannschaft von Marcel Kower war nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche gewillt, auch im Rheinland wieder zwei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Entsprechend gut startete man in das Spiel, verteidigte zudem konsequent und nachhaltig. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die BGL zur Pause mit 33:30 zur Pause die Nase noch vorn hatte.

Auch in der zweiten Halbzeit verstand man es zunächst, die gezeigte Leistung aus dem ersten Durchgang zu bestätigen. Doch nach fünf Minuten verfielen die Lintforter plötzlich in Lethargie. Die Systeme wurden nicht mehr konsequent bis zum Ende gespielt, oftmals bildete ein Dreipunktwurf einen zu frühen Ausstieg aus den eintrainierten Spielzügen. Zudem wurde die Verteidigung zu nachlässig, die Hildener hatten nun vor allem beim Rebound Oberwasser und nutzten sich bietende zweite Gelegenheiten. Dennoch ging es mit einem Unentschieden ins letzte Viertel.

Auch dort ließ die BGL aber die nötige Geduld vermissen - obwohl das Aufbauspiel trotz vieler verschiedener Defensivvarianten der Hausherren immer noch funktionierte. Vor dem Korb agierten die Lintforter dann allerdings zu hektisch, attackierten den gegnerischen Korb in manchen Szenen zu sehr und verloren dementsprechend viele Bälle. Letztlich setzten sich die Hausherren mit 66:63 durch. "Wir hätten in der Schlussphase ruhiger und langsamer spielen müssen, gegen unsere großen Akteure waren die Hildener eigentlich komplett unterlegen. Aber da zeigt sich dann noch die Unerfahrenheit der Truppe, das ist ein natürlicher Lernprozess. Wir müssen geduldiger werden und auf unsere Systeme vertrauen. Dann gewinnen wir auch weitere Spiele", sagte Coach Kower hinterher.

Punkte: Durdel (20), Gietler, Peltz (beide 8), Schöter (7), Tiggelkamp (6), Karakaya (5), Kaduk (3), Götzen, Schlung, Vertlugov (alle 2)


Auch die Damen mussten sich nach einem Herzschlagfinale nur knapp der weiblichen Mannschaft des TuS Hilden beugen. Mit 44:46(18:32) unterlag die Mannschaft von Birgit Lötters im Rheinland und konnte sich letztlich leider nicht für eine tolle Aufholjagd belohnen. Dabei begann das Spiel aus Lintforter Sicht durchaus passabel, mit 6:0 gingen die Lintforterinnen schnell in Führung. Bis zur 13. Minute entwickelte sich dann eine ausgeglichene Partie - doch dann drehten die Hausherrinnen auf. Ein 13:0-Lauf brachte die Gastgeberinnen deutlich in Führung, der BGL wollte gegen die intensive Verteidigung kaum noch etwas gelingen.

Nach der Pause stellte sich die BGL allerdings besser auf und konnte den Rückstand Punkt für Punkt verkürzen. Trotz hoher Foulbelastung gelang es auch im Schlussabschnitt, durch eine kompakte Zonenverteidigung den Gegner nicht zum Korberfolg kommen zu lassen, sodass in der 35. Minute erstmals wieder ein Unentschieden auf der Anzeigetafel prangte. Insgesamt ließ die BGL nur 14 Punkte in der zweiten Halbzeit und nur fünf im Schlussabschnitt zu - diese reichten den Hildenerinnen letztlich aber, den Sieg hauchdünn über die Ziellinie zu bringen. Birgit Lötters ärgerte sich hinterher ein wenig über die schlechte Phase in der ersten Halbzeit, verteilte aber auch Lob: "Erfreulich, dass vor allem die Jugendspielerinnen erneut zeigen konnten, dass sie zurecht bei uns mitmischen können."

Punkte: Kampmann (11), Hähnel (10), Krüger (7), J. v. d. Berg (6), U. Schulte-Tickmann, S. Schulte-Tickmann (beide 4), Fiedler (2)