Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Eine schwächere erste Halbzeit hat der BG Lintfort einen möglichen Erfolg in Dorsten gekostet. Immer wieder kämpfte man sich heran, immer wieder musste man den Gegner aber wieder ziehen lassen.

Elf Punkte trennten die gastgebende BG Dorsten am Ende vom Aufsteiger BG Lintfort. Ein letztlich verdienter Erfolg für die Hausherren. Denn die Gäste aus der Klosterstadt erlaubten vor allem in der ersten Halbzeit zu viele freie Würfe. Am Ende hieß es 79:68(48:39).

Beide Teams mit starken und schwachen Phasen - besseres Ende für Dorsten

Tobias Liebke, sein Stab und das Team waren die Aufgabe im Münsterland optimistisch angegangen. Zwar zog man in der Hinrunde gegen die Dorstener deutlich den Kürzeren, dennoch hatte man sich für das Rückspiel etwas ausgerechnet - und vorgenommen. Doch schon nach wenigen Minuten musste man auf Lintforter Seite konstatieren, dass man an diesem Tag auf einen stark aufgelegten Gegner getroffen war.

Da wirkte sich der Umstand, dass mit Thomas Achtermeier, Michael Schmak und Janosch Feige gleich drei BGL-Akteure krankheitsgeschwächt ins Spiel gingen, natürlich gleich doppelt erschwerend aus. Denn gerade in den ersten Minuten standen die Lintforter zu weit von ihren Gegenspielern entfernt, was auf Dorstener Seite Marcus Ligons und Willi Köhler konsequent ausnutzten. Ihre freien Würfe verwandelten sie traumwandlerisch sicher, die BGL hatte offensiv zunächst Probleme. So lag man nach fünf Minuten bereits mit neun Punkten im Hintertreffen.

Danach kamen die Gäste aber langsam ins Spiel. Hinten konnte man sich endlich wichtige Rebounds sichern, vorne traf Patrick Wittch zweimal von außen. So hatte man den Rückstand bis zum Beginn des zweiten Viertels auf nur noch drei Punkte verkürzt (24:21). Doch im zweiten Viertel kehrte wieder der Schlendrian ein. Zu viele Bälle wurden vorne leichtfertig vergeben, die sich bietenden Chancen nicht genutzt. Die Dorstener hielten das Tempo allerdings hoch und konnten sich nach und nach wieder einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten. Drei Turnover der BGL nutzten die Hausherren für einen 11:0-Lauf. Doch noch vor dem Seitenwechsel waren es dann die Lintforter, die eine Punkteserie für sich für verbuchen konnten. Durch neun Zähler in Folge hatte man sich bis zu Halbzeit zumindest wieder auf genau diese Differenz heran gekämpft.

„Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht intensiv genug verteidigt. Es kam in dieser Saison selten vor, dass wir nach zwei Vierteln etwa 40 Punkte erzielt hatten. Aber wir hatten leider auch 48 kassiert, das ist eindeutig zu viel“, sagte Coach Liebke in der Pause. Der Auftrag an seine Spieler war dementsprechend klar abgesteckt. Ran an die Leute, vorne weiter mutig die Chancen suchen. Beides funktionierte nach dem Seitenwechsel eigentlich auch, nur wurden die Möglichkeiten nicht gut genug genutzt. So pendelte sich der Rückstand der BGL nun bei etwa zehn Punkten ein. Zwar kamen die Lintforter zwischenzeitlich wieder auf sechs Zähler heran - dann aber waren es erneut die Dorstener, die Körbe erzielten: Minus 14.

Dann wieder die BGL. Zweimal Paul Krüger und einmal Till Achtermeier von außen, nur noch sieben Punkte im Hintertreffen. Auszeit Dorsten. In dieser bekamen die Hausherren anscheinend die richtigen Worte gesagt, denn danach waren es die Gastgeber, die ihren Vorsprung wieder zweistellig gestalteten. Bei nur noch 1:30 Minute verbliebener Spielzeit letztlich eine unlösbare Aufgabe für die Lintforter, die dennoch bis zum Schluss alles versuchten.

„Positiv war heute, dass uns wirklich jeder Spieler, der eingewechselt wurde, auch helfen konnte. Eigentlich war das eine gute Teamleistung, nur die erste Halbzeit darf uns in dieser Form nicht passieren. Jetzt freuen wir uns auf das spielfreie Wochenende, können neue Kräfte tanken und in den verbliebenen zwei Spielen noch einmal angreifen. Danach schauen wir dann, für was es reicht“, so Liebke nach dem Schlusspfiff.

Punkte: Boner (13), Wittich (12), Schmak (8), Lipp, Krüger, Middeldorf, Feige (alle 6), Thomas Achtermeier (4), Till Achtermeier (3), Töps, Schwich (beide 2).