Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Ohne fünf Stammspieler können die Klosterstädter nur in der ersten Halbzeit mithalten

Das Abenteuer WBV-Pokal ist für die BG Lintfort beendet. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit verloren die Spieler von Coach Tobias Liebke im dritten Viertel jegliche Struktur und mussten sich dem Ligakonkurrenten TuS Hilden mit 84:72(39:37) geschlagen geben.

Die Partie in Hilden fand am Samstagabend statt. Das nächste reguläre Ligaspiel wird die BG Lintfort am kommenden Samstag zu Hause gegen den Top-Favoriten und Spitzenreiter ART Düsseldorf statt.

 Ohne fünf Stammkräfte ins Rheinland - Gute erste Halbzeit

Die BGL verzichtete im Rheinland gleich auf fünf etatmäßige Kräfte. Joel Aminu und Janosch Feige wurde aufgrund ihrer in der Liga erlittenen Blessuren vorsichtshalber geschont, um ab dem kommenden Wochenende wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen zu können. Zudem waren Patrick Wittich und Till Achtermeier jeweils privat verhindert und Jochen Durdel kuriert immer noch einen Muskelfaserriss aus der Partie gegen Leichlingen aus. Er dürfte im Laufe der Woche allerdings wieder ins Training zurückkehren.
Für die fehlenden Akteure durfte erneut Max Middeldorf mitwirken, auch die Nachwuchsspieler Sebastian Götzen, Maurice Schöter und Nemanja Malesevic bekamen eine Bewährungschance.

Die BGL startete trotz der personellen Probleme dennoch motiviert und konzentriert in die Partie. Die Hildener gaben zwar meist den Spielrhythmus vor und nutzten vor allem ihre körperliche Überlegenheit in der Zone, um in Korbnähe zum Abschluss zu kommen. Aber die Lintforter hatten in den ersten zwanzig Minuten darauf soweit es ging eine Antwort. Vor allem Thomas Achtermeier und Paul Krüger taten sich als offensive Alternativen hervor, letzterer blieb vor allem von der Dreipunktlinie gefährlich. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf hohem Niveau, die Zuschauer in der Hildener Arena bekamen allerhand geboten.

Leistungsabfall nach der Pause - Zweite Reihe macht auf sich aufmerksam

Nach dem Seitenwechsel wollte man das Tempo hoch halten und den Gegner weiter unter Druck setzen. Doch dieser Schuss ging nach hinten los. Plötzlich agierten die Klosterstädter ohne jegliche Struktur, wollten ihre Abschlüsse zu sehr erzwingen. Durch die nun sinkende Trefferquote ging auch die defensive Konzentration zusehends verloren, die Gastgeber konnten beinahe nach Belieben abschließen und ihre Chancen sicher nutzen. 31:18 lautete das Ergebnis des dritten Viertels.

Tobias Liebke wollte nun nicht erneut, dass seine Spieler kostbare Kraftreserven für eine neuerliche Aufholjagd vergeuden könnten. Daher setzte er im letzten Abschnitt vor allem die Spieler aus der zweiten Reihe ein, welche ihre Sache prompt auch mehr als ordentlich machten. Das letzte Viertel konnte schließlich noch einmal gewonnen werden, am Ende war mehr als das aber auch nicht mehr drin.

Der BGL-Coach wollte die Niederlage daher letztlich auch nicht zu hoch hängen: „Wir haben das in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht, konnten immer wieder für gefährliche Situationen sorgen. Leider haben wir dann in der zweiten Halbzeit zu kopflos agiert. Aber im letzten Viertel konnte man erkennen, wie sehr uns auch die Spieler aus der zweiten Reihe helfen. Jetzt müssen wir die komplette Konzentration auf den ART Düsseldorf richten.“

Punkte: Krüger (16), Th. Achtermeier (14), Kower (10), Schmak (9), Middeldorf, Götzen (je 6), Lipp (5), Malesevic, Schöter, Wagner (je 2)


Bilder: Die beiden Nachwuchskräfte Sebastian Götzen (o.r.) und Maurice Schöter (u.l.) konnten sich vor allem im letzten Viertel in den Vordergrund spielen.