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Die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort haben alle Saisonziele erreicht. Durch einen ebenso verdienten wie ungefährdeten Erfolg über die TG Stürzelberg schließt die BGL die Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz in der oberen Tabellenhälfte ab. Der Abschluss macht Lust auf mehr.

350 Fans, 100 Liter Freibier, ein klarer Sieg. Die BG Lintfort hat am Samstagabend alle Parameter für eine ausschweifende Saisonabschlussparty erfüllt. Was am Vormittag mit der Hochzeit des Kapitäns Patrick Wittich begann, endete nach dem klaren 94:59 (58:29)-Sieg über die TG Stürzelberg zum Saisonabschluss in einer einzigen großen Party. Und so war auch gegen 1 Uhr morgens in der Halle noch nicht das Licht erloschen, bevor sich der BGL-Tross in Richtung Diskothek begab.

In den Stunden zuvor hatte das Team zudem demonstriert, dass es auch in der kommenden Saison eine gute Rolle in der 2. Regionalliga spielen möchte. Denn im letzten Saisonspiel begeisterten die Lintforter die nochmals zahlreich erschienenen Fans restlos, fuhren einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg gegen die TG Stürzelberg und spielten sich zwischenzeitlich auch in einen Rausch.

Zwar waren die Gäste aufgrund von Corona-Infektionen und des bereits gesicherten vierten Tabellenplatzes in der Abschlusstabelle nur mit sieben Spielern angereist. Aber davon ließ sich die BGL nicht irritieren. Von der ersten Minute an dominierten die Hausherren die Begegnung, spielten schnell, zielstrebig und vor allem befreit auf. Entsprechend schnell stand ein Vorsprung zu Buche, der zum Ende des ersten Abschnitts schon zweistellig war (32:21).

Wieder einmal war es Oskar Mellmann, der mit Spielwitz, Übersicht und Treffsicherheit überzeugte und seine Mitspieler mitriss. So konnten sich auch schon in der ersten Halbzeit die BGL-Jugendspieler Matthis Alsfasser, Tim Spankowski und Gustav Lutz mehrfach in Szene setzen und auf dem Spielberichtsbogen verewigen. Die Gäste wehrten sich zwar nach Kräften, waren aber mit dem Tempo der BGL letztlich überfordert. Mit einem 14:0-Lauf für die BGL endete die erste Halbzeit. Einziger Wehrmutstropfen aus Lintforter Sicht war, dass Aaron Roschewski nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler schon früh den Weg zum Krankenhaus antreten musste, um eine Platzwunde am Kinn nähen zu lassen.

Derweil geriet auch der zweite Durchgang zu einer klaren Angelegenheit für die Gastgeber. Das Tempo wurde weiter hochgehalten, auch in Abwesenheit von Headcoach Tobias Liebke steckte die BGL nie auf und dominierte vor allem die Bereiche unter den Körben. Da nun Oskar Mellmann aber auch von der Dreipunktelinie beinahe nach Belieben traf, wurde das BGL-Spiel noch einmal eine Spur unausrechenbarer. Auch Mark Sengutta hatte nach wochenlanger Pause wieder Lust am Spiel und trieb seine Mitspieler unaufhörlich an. Da aber auch die Gäste nun besser aus der Distanz trafen, endete das dritte Viertel mit einem Unentschieden.

Am Ausgang der Partie änderte das allerdings nichts mehr. Im Schlussabschnitt verwalteten die Lintforter das Spiel nicht nur, sondern wollten auch die 100-Punkte-Marke knacken. Das gelang letztlich nicht, dennoch war es ein Saisonabschluss, der sowohl Fans als auch Spielern Lust auf mehr machte. „Kompliment an die Jungs, dass sie heute noch einmal alles reingeworfen haben, was ging. Wir wollten uns bei den Fans einfach für die unfassbare Unterstützung über die gesamte Saison bedanken. Das hat nach der langen Corona-Pause echt Spaß gemacht. Jetzt kommen wir alle ein paar Wochen zur Ruhe und schauen dann, was kommende Saison so drin ist“, sagte Teamchef Michael Deininger nach Spielschluss, der die Mannschaft für den verhinderten Headcoach Liebke betreute.

BGL: Mellmann 27, Sengutta 21, Tiggelkamp 16, Durdel 10, Peltz, Alsfasser beide 5, Lutz 4, Sehovic, Humm beide 3, Spankowski, Juskovic, Roschewski.