Die Lintforter Basketballer kommen langsam, aber sicher in der Regionalliga an. Dennoch musste sich die BGL nur denkbar knapp den Hertener Löwen geschlagen geben. Niederlagen auch für die „Zweite“ sowie die Damen.

Nur fünf Punkte fehlten am Ende zur Sensation. Die BG Lintfort hat am dritten Spieltag der neuen Saison nur denkbar knapp die Überraschung gegen das Topteam der Hertener Löwen verpasst. Nach ausgeglichenen 40 Minuten setzten sich die Akteure aus dem Ruhrgebiet mit 71:67(34:34) bei der BGL durch und sprachen hinterher selbst von einem unverdienten Erfolg.

Derweil zahlte die zweite Herrenmannschaft von Coach Marcel Kower auch in ihrem zweiten Oberliga-Spiel nach dem Aufstieg Lehrgeld, ging mit 40:79(22:41) bei der TG Stürzelberg unter. Und auch die neu formierte Damenmannschaft hatte beim 29:71(14:42) im Derby gegen die BG Duisburg-West 2 nicht den Hauch einer Chance.

Ein weiterer Schritt nach vorne

Am Ende fehlten nur das nötige Quäntchen Glück und ein wenig mehr Zielsicherheit. Nur fünf Punkte fehlten den Regionalliga-Basketballern der BG Lintfort in der Partie gegen die Hertener Löwen, um ihren ersten Saisonsieg feiern zu können. Doch so stand nach aufopferndem Kampf und spannenden 40 Minuten wieder der Kontrahent feiernd in der Glückauf-Halle. Die Mienen der Gastgeber sahen aber alles andere als enttäuscht aus, denn die gegen das Topteam aus Herten gezeigte Leistung macht Mut und gibt Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.

Tobias Liebke musste im zweiten Spiel innerhalb von 48 Stunden auf Kapitän Maximilian Lipp, der eine Uni-Klausur schreiben musste, sowie Janosch Feige verzichten. Dafür kehrten Maximilian Middeldorf nach überstandenem fiebrigen Infekt sowie Paul Krüger nach abgesessener Sperre wieder in den Kader zurück. Die Hertener brachten hingegen alles auf das Parkett, was ihr Kader zu bieten hatte. Trotzdem entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene Begegnung, in der beide Mannschaften zunächst nur selten Punkten konnten. Erst nach knapp sechs Minuten setzten sich die Gäste erstmals leicht ab und konnten sich schon in dieser Phase auf ihren späteren Topscorer Felix Neumann als Punktegaranten verlassen.

Doch die BGL hielt dagegen, konnte sich variabler und flüssiger präsentieren als noch im Freitagsspiel gegen Düsseldorf. Allerdings ließen die Gastgeber erneut viele Punkte an der Freiwurflinie liegen, die später noch wehtun sollten. So waren es zunächst die Hertener, die ihre Erfahrung nutzten und sich bis zum zweiten Viertel einen leichten Vorsprung herausspielten (17:10). Die Lintforter ließen sich aber nicht abschütteln, holten sukzessive Punkt für Punkt auf und setzten sich nun auch vermehrt unter dem Korb durch. Till Achtermeier sorgte schließlich mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dafür, dass es mit einem Unentschieden in die Pause ging (34:34).

Und diesmal blieb die BGL auch nach dem Seitenwechsel konzentriert und wach. Herten verzeichnete immer wieder einfache Ballverluste, die BGL konnte zunächst aber nur bedingt Kapital daraus schlagen. Und so kamen die Hertener wieder zurück ins Spiel, trafen nun auch die schwierigen Würfe von außen und erspielten sich wieder eine Führung. Vor dem Schlussabschnitt war für die Gastgeber aber immer noch alles drin (46:54). Im letzten Viertel folgte dann die beste Phase der Lintforter. Mit einem 10:0-Lauf konnte man sogar wieder zum zwischenzeitlichen Ausgleich kommen. Doch gerade in dieser Phase fanden viele freie Würfe nicht mehr ihr Ziel, wodurch die Gäste im Spiel blieben, abgezockt ihre Chancen nutzten und sich die knappe Führung bis zum Ende auch nicht mehr nehmen ließen.

Coach Tobias Liebke war hinterher alles andere als geknickt: „Wir haben ein Wahnsinnsspiel geliefert und müssen darauf einfach aufbauen. Mit ein wenig mehr Wurfglück und Konzentration wäre heute der Sieg möglich gewesen.“ Und auch sein Gegenüber Cedric Hüsken betonte hinterher: „Lintfort hat sich den Sieg heute eigentlich mehr verdient als wir.“

Punkte: Ti. Achtermeier (15), Boner (12), Schmak (10), Schwich (8), Wittich, Mellmann (beide 6), Th. Achtermeier, Krüger (beide 5)


"Zweite" zahlt Lehrgeld in Stürzelberg

Eine bittere Niederlage hatte auch die zweite Herrenmannschaft in der Oberliga bei der TG Stürzelberg zu verkraften – man zahlte sogar richtig Lehrgeld. Ein schlechter Start in die Partie und Probleme im Rebounding verhinderten, dass man die Begegnung von Beginn an eng hätte gestalten können. Hinzu kamen zahlreiche Ballverluste, die die Gastgeber aus Dormagen immer wieder für einfache Punkte zu nutzen wussten. Und da letztlich auch die Defensivarbeit nicht überzeugen konnte, ging man verdient unter.

Punkte: Kaduk, Durdel (beide 9), Schöter (7), Tiggelkamp, Peltz (4), Karakaya (3), Malesevic, Vertlugov (beide 2).


Damen ohne Chance gegen Duisburg 2

Dieser Gegner war eine Nummer zu groß. Die Damen mussten sich der Zweitvertretung der BG Duisburg-West deutlich geschlagen geben. Unkonzentriertheit im Abschluss, zu viele Ballverluste. Dazu fehlte in der Defensive und beim Rebounding immer ein halber Schritt, um dem Gegner ernsthaft gefährlich werden zu können. Dennoch war Trainerin Birgit Lötters hinterher mit dem Einsatz ihrer Mannschaft zufrieden: „Viele Ansätze waren schon zu erkennen, an denen wir jetzt weiter arbeiten werden. Wir wollen druckvoller angreifen und müssen dann auch unsere Freiwürfe nutzen.“

Punkte: J. v. d. Berg (10), Krüger (7), Kampmann (6), L. v. d. Berg (4), Schulte-Tickmann, Hähnel (je 1).