Drei Kranke, ein Verletzter.....die U12 muss beim Heimspiel gegen die Zweitvertretung der BG Bonn auf einen Haufen Lintforter Jungs verzichten, kann am Ende aber trotzdem einen souveränen Heimsieg einfahren!
Mit Luiz und Linus in der Startformation, die sich beide durch sehr gute Trainingsleistungen verdient hatten, startet die BGL ihr Vorhaben "Zurück in die Spur" nach dem verkorksten Auswärtsauftritt von letzter Woche. Gegen Teams aus der unteren Tabellenregion hast du natürlich die Möglichkeit, etwas fürs Selbstbewustsein zu tun, du kannst aber auch schlecht aussehen, wenn du dir zu sicher bist, dass alles irgendwie schon funktioieren wird und du den nötigen Fokus vermissen lässt. Glücklicherweise hatten sich die Jungs heute anscheinend für die erste Option entschieden.
Vor Spielbeginn hatten wir nochmal eine kleine, taktische Veränderung im Setplay besprochen und manchmal funktionieren Dinge einfach besser als gedacht. Mit einem deutlich verbesserten Spacing und besprochenen Laufwegen, machten die BGLer von Anfang an mächtig Dampf, spielten erfreulich gut zusammen und hatten nach 5 wundervollen Basketball-Minuten ein 21:2 Feuerwerk abgefackelt!! Seine aufsteigende Form bestätigte dabei Linus in beeindruckender Manier und hatte nach dem ersten Achtel bereits zweistellig gepunktet. Jetzt kannst du als Coach mit so einem Start natürlich zufrieden sein, aber noch schöner als das Ergebnis, war dabei die Art und Weise wie die Punkte herausgespielt wurden. Immer mit dem Auge für den freien Mitspieler und ein Großteil der Punkte nach Assist.
Auch im weiteren Spielverlauf gab es immer wieder Grund zur Freude, denn auch die individuellen Fortschritte wurden immer wieder sichtbar. Neben dem bereits erwähnten Linus, möchte ich heute unbedingt auch mal Mirac hervorheben, der wirklich einen großen "step forward" gemacht hat. Immer aktiv im Rebound und mit vielen guten, variablen und mutigen Aktionen zum Korb, gab es oft Gelegenheit für eine geballte Faust und ein Lob von den hochzufriedenen Coaches an der Seitenlinie. Auch Luiz verstand es heute deutlich besser, seine Geschhwindigkeit gewinnbringend einzusetzen und wurde oft und gerne von den Teammates in Szene gesetzt. Ein 58 : 23 zur Halbzeit spiegelt das oben Erwähnte auch in den Punkten wieder und wenn du mal so im flow bist, gelingt auch mal der Buzzer Beater von ganz weit draußen (Leo).
Mit diesem deutlichen Vorsprung im Rücken wurden wir dann phasenweise wieder etwas unkonzentriert, aber ohne dass es groß ins Gewicht gefallen wäre und diese Phasen dauerten auch nie lange. Die Jungs spürten heute einfach, dass es mehr Bock macht im Team zu spielen, als auf Teufel komm raus das Eins gegen Eins zu suchen, um das eigene Ego mit möglichst vielen Punkten zu füttern. Natürlich gab es auch sehr schöne individuelle Aktionen, aber wenn ich heute die Top Ten Spielzüge bewerten müsste, wären da wahrscheinlich 7-8 tolle Pässe dabei gewesen. Natürlich kam nicht jeder Pass an, aber das Risiko durfte heute gerne mal eingegangen werden und insgesamt konnte man deutlich öfter mit der Zunge schnalzen, als mit dem Kopf schütteln.
Defensiv hatten wir aufgrund der deutlichen Überlegenheit eigentlich den Fahrplan, ab der Mittellinie zu verteidigen. Als der gegnerische Coach dann aber darum bat, Ganzfeld Manndeckung zu spielen, kam uns das als Coaches/Team natürlich gelegen, denn dies ist auch eine Sache, die wir forcieren müssen und die wir im Training immer wieder so handhaben und üben. Hier waren Teile des Teams noch ein wenig langsam im Umschalten und oft nicht schnell genug beim zu verteidigenden Gegenspieler, dafür verbesserten die Jungs ihre defensiven Bemühungen während des Spiels, waren oft mit aktiven Händen erfolgreich und auch was die Abstände zum Mann und das Zustellen der Passwege angeht, waren deutliche Fortschritte zu erkennen.
Insgesamt ein sehr erfreulicher und entspannter Heimspiel-Sonnntag, mit einem sehr guten Schiedsrichter, einem unterhaltsamen Basketballspiel und natürlich am Ende mit den Punkten bei den Lintforter Jungs. Die Homogenität des Teams spiegelt die Punkteverteilung heute deutlich wieder. Hochzufrieden waren die Coaches Lennja und Michael mit:
Emil Mellmann (19), Mirac Mantratzi (18), Linus Handick (18), Leonard Heilen (17), Luiz Geyer (13), Ole Wagner (13), Jonas Messing (6), Neo Rothuysen (6)



















