Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Die BG Lintfort hat ihren ersten Bundesliga-Basketballer hervorgebracht: Der gebürtige Kamp-Lintforter Joel Aminu hat einen Vertrag beim früheren Serienmeister Brose Bamberg unterschrieben. Die BGL-Verantwortlichen sind stolz auf ihr Eigengewächs. 

Die Nachricht schlug in Kamp-Lintfort am Montag ein wie eine Bombe – und verbreitete sich in Windeseile. Joel Aminu wird der erste Bundesliga-Profi, der das Basketballspielen bei der BG Lintfort erlernt hat. Denn der 24-jährige gebürtige Kamp-Lintforter hat einen Vertrag beim früheren deutschen Serienmeister Brose Bamberg unterschrieben.

Doch nicht nur für den 300 Mitglieder starken Regionalliga-Verein ist diese Unterschrift ein herausragendes Ereignis. Vor allem für Aminu selbst bedeutet dieser Vertrag den nächsten Schritt auf der Karriereleiter, deren erste Sprosse er bereits in jungen Jahren in der Kamp-Lintforter Glückauf-Halle erklomm. Als er als Jugendlicher über Freunde zur BGL stieß, die ersten Schritte auf dem Parkett unternahm – und schnell durch sein außergewöhnliches Talent auffiel. „Wir sind unheimlich stolz und freuen uns wahnsinnig für Joel. Seine Fähigkeiten waren als Jugendlicher schon enorm ausgeprägt. Von Beginn an hatte er das Spiel verstanden, machte in kürzester Zeit enorme Entwicklungsschritte. Aber nicht nur das: Er war auch immer bereit, an Schwächen zu arbeiten. Härter als andere“, sagt BGL-Headcoach Tobias Liebke.

Eine Eigenschaft, mit der er nun offenbar auch seinen neuen Club von sich überzeugen konnte. So ließen die Bamberger, die zwischen 2005 und 2017 neun deutsche Meistertitel und fünf Pokalsiege feiern konnten, auf ihrer Homepage verlauten: „Joel ist ein Spieler mit einer außerordentlichen Arbeitseinstellung, der sich in den letzten vier Jahren sehr stark verbessert hat. Er spielt sehr smart, dazu aber immer körperbetont und hart“, wird Bambergs Headcoach Johan Roijakkers zitiert.

Wer zwischen den Zeilen lesen kann, bemerkt, dass Aminus vorläufiger Karrierehöhepunkt nicht von Ungefähr kommt. Schon als Jugendlicher spielte sich der 1,93 Meter große Shooting Guard in die Notizbücher der Scouts und war der dominierende Spieler im damaligen Herren-Kader der BG Lintfort in der 2. Regionalliga. Mit einem Zweitspielrecht ausgestattet lief er außerdem gemeinsam mit Jochen Durdel, der auch heute noch in Lintfort spielt, für die Bayer Giants Leverkusen in der U16-Bundesliga auf und konnte am Ende der Saison 2012/2013 den deutschen Meistertitel feiern.

Noch bis 2015 lief er für die BGL auf, wechselte dann zum damaligen Drittligisten Team Ehingen Urspring auf die schwäbische Alb. 2017 folgte dann der Sprung in die zweite Liga zu Phoenix Hagen. In Westfalen entwickelte er sich seitdem vom unbeschriebenen Blatt zu einer festen Größe im Kader der „Feuervögel“, kam in der abgelaufenen Spielzeit auf durchschnittlich 12,2 Punkte in 27 Minuten Spielzeit. 

Das blieb offenbar auch in Bamberg nicht unbemerkt. Dort will sich Aminu seine Rolle im Team nun erarbeiten. „Ich bin vor vier Jahren mit dem Ziel nach Hagen gekommen, den Sprung in die BBL zu schaffen. Jetzt ist der Zeitpunkt da – und das noch in Bamberg, einem Verein mit enormer Historie und einem Programm, das deutschlandweit ganz vorne ist. Ich bin ein harter Arbeiter, will mich täglich verbessern“, wird der gebürtige Kamp-Lintforter zitiert. 

BGL-Coach Liebke glaubt derweil, dass Aminu auch mit seinen menschlichen Fähigkeiten überzeugen konnte. „Joel ist auch abseits des Feldes ein Vorbild. Sehr bodenständig, bedacht und höflich. Aber auch immer mit dem Wissen darum, wo er herkommt, wo seine Wurzeln sind. Einfach ein überragender Typ.“

Und letztlich darf man sich auch bei der BGL ein wenig auf die Schulter klopfen. Denn auch für die Lintforter Basketballer ist es ein außergewöhnliches Ereignis, dass einer der ihren nun national auf sich aufmerksam macht. Liebke: „Eine tolle Bestätigung für unsere Jugendarbeit. Daran wollen wir anknüpfen und künftig noch mehr dafür tun, dass es vielleicht noch mehr Jugendspieler aus Kamp-Lintfort eines Tages auf dieses Niveau schaffen werden.“