Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Sieg in Düsseldorf ist der sechste in Folge - BGL hat noch lange nicht genug
"Zweite" bleibt an Spitzenquartett dran - "Dritte" überrascht gegen Solingen


Die BG Lintfort hat sich auch vom starken Tabellenvorletzten Alte Freunde Düsseldorf nicht aufhalten lassen, ihr sechstes Spiel in Folge gewonnen und sich dadurch die Herbstmeisterschaft in der Oberliga gesichert. Gegen die Landeshauptstädter gewann die BGL die erwartet umkämpfte und enge Partie mit 89:71(45:46) und möchte nun die verbliebenen drei Spiele bis zur Winterpause für sich entscheiden.

Zwei weitere Erfolge fuhren auch die beiden Landesliga-Herrenteams der BGL ein. Die "Zweite" setzte sich nach einem engen Spiel bei der SG Langenfeld mit 80:72 durch und verringerte den Abstand zum Spitenquartett. Für die Überraschung des Spieltags sorgte allerdings die dritte Herrenmannschaft, die sich am Ende hochverdient mit 76:67(39:37) gegen den bisherigen Co-Tabellenführer TSG Solingen durchsetzte und damit wichtigen Boden im Abstiegskampf gut machte.


Prognostizierte enge Partie in Düsseldorf - Vorteil BGL erst ab Minute 32

Tobias Liebke hatte im Vorfeld der Partie vor den Düsseldorfern gewarnt - völlig zu Recht, wie sich am Samstagabend herausstellte. Denn die Landeshauptstädter verlangten den Lintfortern insbesondere in der ersten Halbzeit alles ab und erwiesen sich auch noch im dritten Viertel als äußerst hartnäckiger Gegner. Dementsprechend musste auch Liebke auf der Bank flexibel reagieren und sein Team immer wieder neu fokussieren.

Zusätzlich war die BGL nicht in voller Mannschaftsstärke angereist. Till Achtermeier fiel kurzfristig aus beruflichen Gründen aus, die beiden Nachwuchsspieler Maurice Schöter und Maximilian Middeldorf spielten zeitgleich mit der zweiten Mannschaft in Langenfeld. Dafür kehrte Lennart Boner zurück in den Kader und unterstrich direkt auch seine Wichtigkeit für das BGL-Spiel.

Denn gerade in der ersten Halbzeit waren es Boner und der überragende Michael Schmak, die die BGL im Spiel hielten und das Gegengewicht zum Düsseldorfer Dusan Dukic, über den auf Seiten der Gastgeber alles lief, bildeten. Das Liebke-Team hatte besonders in der Defensive große Probleme, zu seinem Rhythmus zu finden. Ungewohnt viele Lücken taten sich im Abwehrverbund auf, die die Alten Freunde in den ersten zwanzig Minuten konsequent auszunutzen wussten. Dementsprechend viele Punkte kassierten die Lintforter im ersten Durchgang, konnten aber in der Offensive ebenfalls eigene Akzente setzen und die Partie dadurch offen gestalten.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es bei einer engen Begegnung. Die BGL schaffte es nun zwar öfter, sich gegenüber den Gastgebern zu behaupten und sich ein kleines Punktepolster zu erspielen, aber Dusan Dukic hatte immer wieder eine Antwort parat und konnte sich noch zu häufig der Bewachung seiner Verteidiger entziehen. Das änderte sich ab der 32. Minute - dann setzte Liebke seinen Kapitän auf den Düsseldorfer Topscorer an. Und der erledigte seine Aufgabe überragend. Denn Dukic sollte in der Folge keinen einzigen Zähler mehr markieren, während die BGL im Angriff die Konzentration hoch hielt und ihren Vorsprung nun kontinuierlich ausbauen konnte. Michael Schmak traf hochprozentig von außen, versenkte insgesamt sieben Dreipunktewürfe und wurde von Boner unterstützt, der vorne wie hinten unzählige Rebounds einsammelte und seinem Team somit immer wieder den Ball sicherte.

Dementsprechend setzten sich die Gäste vom Niederrhein in den Schlussminuten vorentscheidend ab und konnten einen letztlich nicht unverdienten Erfolg feiern: „Es gibt in dieser Liga mit Ausnahme von Osterath einfach keinen Gegner, den man mal eben im Vorbeigehen besiegt. Das habe ich vor der Saison gesagt und das bestätigt sich jetzt jede Woche aufs Neue. Michael war heute natürlich überragend und Lennart hat gezeigt, warum er uns in den vergangenen beiden Spielen so gefehlt hat. Aber jetzt wollen wir das Spiel schnell wieder abhaken und den Blick nach vorne richten, am kommenden Wochenende gegen Maccabi wird es nicht einfacher.“

Punkte: Schmak (28), Boner (19), Th. Achtermeier (12), Krüger (10), Feige (8), Wittich (7), Lipp (5)


"Dritte" überrascht mit Sieg gegen den Co-Tabellenführer - "Zweite" setzt sich fest

Einen ebenso unerwarteten wie enorm wichtigen Sieg konnte am Wochenende die dritte Herrenmannschaft in der Landesliga feiern. Denn das Team von Coach Mario Schubert besiegte in heimischer Halle den bisherigen Co-Tabellenführer TSG Solingen, die in dieser Spielzeit bislang erst eine Niederlage hinnehmen mussten, mit 76:67(39:37) und konnte sich damit wichtige Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Auch wenn die BGL3 nur mit acht Spielern antreten konnte und einige Akteure sogar noch angeschlagen in die Partie gingen: Grundlage für den Erfolg war ein furioses Offensivfeuerwerk zu beginn, wodurch sich die Lintforter schnell zu ihrem Rhythmus fanden und von zu Minute zu Minute immer mehr an ihre Chance glaubten. Die Führung zur Halbzeitpause setzte dann noch zusätzliche Kräfte frei. So schafften es die Spieler der "Dritten", auch nach dem Seitenwechsel fokussiert zu bleiben, mit ihren Kräften zu haushalten und sich langsam aber sicher vom Gegner abzusetzen. Der dritte Saisonsieg entspannte die Tabellensituation der Mannschaft von Coach Mario Schubert nun vorerst und lässt optimistisch auf die verbliebenen Partien des Jahres gucken.

Punkte: Hussmann (25), Merzbach (21), Weyers (9), Biedermann (8), Diron (5), Bülk, Gottlob (beide 3), Spreer (2)

Einen Sieg konnte auch die zweite Herrenmannschaft für sich verbuchen. Bei der SG Langenfeld, dem Angstgegner der vergangenen Jahre, entwickelte sich wie so oft eine enge Partie, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Letztlich gelang es der BGL aber, bis zum Schluss die Konzentration hochzuhalten und sich mit 80:72 in Langenfeld durchzusetzen.

Dadurch konnte das Team seinen Vorsprung auf die Verfolger des Tabellenmittelfelds nicht nur ausbauen, sondern auch den Rückstand auf das Spitzenquartett weiter verringern. Bis zur Winterpause wird man nun alles daran setzen, eventuell noch einen oder zwei Plätze gut zu machen, um bereits frühzeitig das Thema Abstiegskampf ad acta legen zu können.