Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Klosterstädter verlieren gegen individuell stark besetzte Domstädter nach großem Kampf. Derweil gibt sich die „Zweite“ keine Blöße und verteidigt die Tabellenspitze in der Landesliga. Für die Damen und die dritte Herrenmannschaft setzt es ebenfalls Niederlagen

Der personelle Aderlass war am Ende zu viel für die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort. Ohne mehrere Stammspieler und mit einigen noch angeschlagenen Akteuren mussten sich die Lintforter am Samstagabend der Zweitvertretung des Zweitbundesligisten RheinStars Köln mit 67:77(36:43) geschlagen geben. Das einzig Positive: Wenigstens den direkten Vergleich konnte man für sich entscheiden.

Wenige Stunden vorher konnte sich die Lintforter Reserve dafür schadlos halten. Gegen die zweite Mannschaft der Südwest Baskets Wuppertal feierte das Team von Coach Leif Bosch einen nie gefährdeten 70:43-Erfolg und verteidigte damit die Tabellenführung.

Eine ebenso knappe wie bittere Niederlage mussten auch die Damen hinnehmen. Gegen den Tabellenzweite Basket Duisburg konnten die dezimiert angetretenen Akteurinnen von Trainerin Steffi Buchwald letztlich nicht die Überraschung der Vorwoche wiederholen und mussten sich mit 41:45 geschlagen geben. Verloren hat am Sonntagabend auch die "Dritte". Im Heimspiel gegen KultSport Wuppertal 2 unterlag das Team von Coach Mario Schubert mit 70:81(35:40).

Moralisch einwandfreie Leistung gegen individuell stark besetzten Gegner

Tobias Liebke bewertete den Ausgang des Spiels gegen die RheinStars Köln 2 am Ende nüchtern. „Wir mussten heute und im Training unter der Woche auf mehrere Stammkräfte verzichten, da sie krankheits- oder verletzungsbedingt nicht eingreifen konnten. Da muss man dann auch einsehen, dass es gegen so einen starken Gegner wie heute dann letztlich auch nicht reicht, um Zählbares mitzunehmen.“ Konkret meinte der Lintforter Trainer den Ausfall von Michael Schmak, Björn Wagner und Thomas Achtermeier, die allesamt wegen Verletzungen auch in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen werden. Darüber hinaus gingen Paul Krüger, Patrick Wittich und Janosch Feige geschwächt in die Partie, da sie sich in den vergangenen Tagen mit Erkältungen und Magen-Darm-Grippen herumplagten.

Der Gegner konnte derweil auf das komplette Arsenal zurückgreifen. Mit mehreren ProA-Spielern angereist, stellten die Kölner das individuell klar besser besetzte Team. Liebke verhalf daher Cem Karakaya zu seinem Comeback in der ersten Herrenmannschaft. Er sollte auf der Aufbauposition aushelfen und für ein wenig Entlastung sorgen, was ihm auch hervorragend gelang. Dennoch hatte die BGL von Beginn an Probleme, die körperlich extrem starken Gäste aus der Domstadt in Schach zu halten. Gerade in den ersten Minuten trafen die Kölner fast nach Belieben, die Lintforter hingegen hatten noch Probleme im Abschluss. Erst zum Ende des ersten Abschnitts fanden die Gastgeber langsam in ihren Rhythmus und konnten einen frühen Rückstand wieder verringern (17:21).

Die BGL war nun im Spiel. Daher mussten die Gäste alles aufs Feld bringen, was ihnen möglich war, um die Führung zu behaupten. Da sich auf Lintforter Seite nun auch vermehrt Unkonzentriertheiten einschlichen, konnte Köln sich wieder leicht absetzen. Doch die BGL blieb hartnäckig, auch weil Cem Karakaya die Verteidigung der Gäste mit unwiderstehlichem Zug zum Korb bloßstellte. Leider erhielt er in dieser Phase aber zu wenig Unterstützung von seinen Mitspieler, sodass die Lintforter mit einem Rückstand in die Pause gehen mussten.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann eine intensive und nicklige Partie, in der nun vermehrt die Emotionen hochkochten. Dies war zunächst zum Lintforter Vorteil. Die BGL kam erneut in Schlagdistanz und setzte die Gäste nun zunehmend unter Druck. Die Kölner antworteten jedoch hervorragend und verpassten ihren Kontrahenten immer wieder Tiefschläge zum richtigen Zeitpunkt. Dies war allerdings auch durch einige Nachlässigkeiten im Lintforter Defensivverhalten begünstigt - die BGL ließ im dritten Abschnitt einfach zu viele einfache Punkte zu. Dadurch gingen die Gäste mit einem zweistelligen Polster in den Schlussabschnitt (52:62).

In diesem merkte man der BGL dann die körperliche Erschöpfung an. Zwar gestalteten die Lintforter das Spiel ausgeglichen und suchten jederzeit nach ihrer Chance, doch die Domstädter erwiesen sich als zu clever, um sich den Sieg noch einmal aus der Hand nehmen zu lassen. So war es den Gastgebern am Ende nur vorbehalten, den direkten Vergleich für sich entschieden zu haben. „Ich kann den Jungs wieder einmal keinen Vorwurf machen, was die Moral und das Kämpferische angeht. Wir laufen derzeit einfach auf dem Zahnfleisch und sind auch krankheitsbedingt nicht in der körperlichen Verfassung, um auf diesem Niveau mithalten zu können. Und nächste Woche in Meckenheim wird das nicht anders. Dennoch werden wir alles versuchen, die Niederlagen-Serie endlich zu durchbrechen. Wir wollen uns im Mittefeld stabilisieren und dann bis zum Ende der Saison auch dort halten“, so Liebke nach dem Schlusspfiff.

Punkte: Lipp (11), Achtermeier, Karakaya (beide 10), Feige, Boner, Krüger (alle 8), Sengutta, Mellmann (beide 6).


"Zweite" gibt sich keine Blöße, Damen und Drittvertretung mit Niederlagen

Derweil konnte die zweite Herrenmannschaft in der Landesliga ihre Tabellenführung verteidigen. Gegen die Reserve der Südwest Baskets Wuppertal reichte eine konzentrierte Leistung, um einen deutlichen Sieg einzufahren. Die Gäste, die in der Vorwoche der Lintforter Drittvertretung noch eine empfindliche Niederlage zugefügt hatten, kamen zu keinem Zeitpunkt mit dem Spieltempo der BGL klar und lagen schon nach wenigen Minuten deutlich im Hintertreffen.Die BGL zeigte in Ansätzen zudem ein cleveres Offensivspiel, kreierte immer wieder freie Räume und nutzte diese auch aus. So war die Partie bereits zu Mitte des dritten Abschnitts entschieden, sodass die BGL die Intensität drosseln konnte und den Sieg locker nach Hause brachte.

Für die Damen ging es bis zur letzten Sekunde noch um alles, leider am Ende ohne Zählbares. Gegen den Tabellenzweiten Basket Duisburg zeigte die dezimierte Truppe von Trainerin Steffi Buchwald eine kämpferisch vorbildliche Leistung, musste sich dem Gegner von der anderen Rheinseite letztlich aber knapp geschlagen geben. Nach dem Sieg aus der Vorwoche wollte die BGL selbstbewusst in die Partie starten, sah sich nach wenigen Minuten aber erst einmal einem Rückstand ausgesetzt.
Während des Spiels knabberten die Gastgeberinnen kontinuierlich von dem Duisburger Vorsprung ab, hatten am Ende aber keine Kräfte mehr, die Partie noch zu drehen. Dennoch zeigte die BGL letztlich eine Leistung, auf die sich für den restlichen Saisonverlauf aufbauen lässt.

Wieder nichts zu feiern gab es am Sonntagabend auch für die dritte Herrenmannschaft. Gegen KultSport Wuppertal 2 unterlagen die Mannen von Coach Mario Schubert letztlich verdient. Inzwischen macht sich beim Überraschungsteam der Hinrunde auch vermehrt Ratlosigkeit breit. "Bei uns ist der Wurm drin. Leider wissen wir nicht mehr wirklich, was wir in der Hinrunde anders und besser gemacht haben. Wir sind von Beginn an einem Rückstand hinterher gelaufen und konnten diesen nicht mehr aufholen", konstatierte Kapitän Christopher Hussmann nach der Partie. Die BGL sah sich zudem einem Gegner ausgesetzt, der sich auf eine hohe Trefferquote von der Dreipunkte-Linie verlassen konnte und dadurch eigentlich nie in Gefahr lief, die Partie zu verlieren. "Gott sei Dank haben wir die kommenden beiden Wochenenden spielfrei und können die Zeit nutzen, um zu regenerieren und einige Dinge zu verbessern."

Punkte: Hussmann (21), Gottlob (11), Diron (10), Biedermann (8), Weyers, Merzbach (beide 6), Illner (4), Spreer (2)