Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Die Lintforter Regionalliga-Basketballer müssen in Dormagen auf zwei Schlüsselspieler verzichten und haben zudem Probleme mit der eigenen Ausbeute. Am Ende reicht ein gutes Schlussviertel nicht, um die Defizite der vorherigen 30 Minuten zu kaschieren.

Die BG Lintfort ist bei der TG Stürzelberg nicht wie erhofft in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Bei den Dormagenern unterlag das Team von Coach Tobias Liebke mit 70:78(35:43) und hat damit den Sprung auf den sechsten Tabellenplatz verpasst.

Für die BGL stand die Reise nach Dormagen schon vor der Abfahrt unter keinem guten Stern. Denn sowohl Mark Sengutta als auch Paul Krüger mussten kurzfristig krankheitsbedingt absagen und zwangen ihren Coach Liebke damit zu Umstellungen. Mit nur zehn Spielern reisten die Lintforter schließlich an, denn auch Jochen Durdel ist nach seiner zweiten Hand-OP noch nicht wieder fit.

Entsprechend gab Liebke vor der Partie die Marschrichtung vor, gar nicht zu sehr auf den Sieg aus zu sein, sondern im Gegensatz zum Spiel in Aachen am vergangenen Wochenende wieder ohne angezogene Handbremse zu spielen. Doch die Gastgeber durchkreuzten diesen Plan von Beginn an. Die BGL war in der Defensive oft den entscheidenden Schritt zu weit weg von ihren Gegenspielern, die TGS nutzte die Freiräume aus und traf besonders von außen hochprozentig. Entsprechend setzten nach wenigen Minuten erstmals ab – auch wenn die Gäste zunächst noch dagegenhalten konnten und vor allem über die Innenpositionen zu Punkten kamen.

Doch schon im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie hektischer, die Gangart etwas härter. Das warf die Lintforter letztlich so sehr aus der Bahn, dass das eigene Spiel darunter litt. In der Defensive wurden dem Gegner zu einfache Körbe gestattet, in der Offensive die Systeme nicht konsequent genug zu Ende gespielt. So stand kurz vor dem Seitenwechsel erstmals eine zweitstellige Führung für die Hausherren auf dem Spielbogen, die BGL konnte bis zum Pausenpfiff aber zumindest auf acht Punkte verkürzen.

In der Kabine forderte Liebke seine Spieler auf, trotz der Widerstände den Kopf nicht zu verlieren und einfach die eigene Spielidee weiter zu verfolgen. Doch auf dem Feld war davon dann nur wenig zu sehen. Stürzelberg agierte weiter körperlich und oftmals am Rande der Legalität, die BGL konnte jedoch keinen Profit daraus schlagen. Die Konsequenz: Die TGS baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus – aber auch, weil die BGL in dieser Phase ihre Chancen, besonders von der Freiwurflinie, nicht nutzte.

So ging es mit einem Rückstand von 21 Punkten ins Schlussviertel. Die BGL hatte nichts mehr zu verlieren – und spielte auch so. Der Gegner wurde nun konsequent unter Druck gesetzt, einige Ballgewinne sprangen dabei heraus und konnten in Punkte umgemünzt werden. Nach und nach schmolz der Vorsprung der Hausherren, knapp drei Minuten vor dem Ende waren die Gäste vom Niederrhein bei nur noch acht Punkten Rückstand wieder in Reichweite. Doch die Aufholjagd hatte letztlich zu viel Kraft gekostet, die Zeit reichte letztlich auch nicht mehr aus.

Dennoch wollte Tobias Liebke nach der Partie nicht nur das Negative sehen: „Die erste Halbzeit war ausschlaggebend, Stürzelberg hat das da einfach sehr gut gemacht. Zudem stimmte heute auch unsere Trefferquote nicht. Trotzdem bin ich stolz darauf, welche Reaktion wir im Schlussviertel noch einmal gezeigt haben. Jetzt können wir die Karnevalspause nutzen, um wieder Kraft zu tanken und freuen uns dann auf die beiden Heimspiele in Serie.“

Punkte: Mellmann (24), Peltz (13), Feige (12), Juskovic (10), Achtermeier (4), Roschewski (3), Wittich, Middeldorf (beide 2)